"Achtsam SEIN ist die Wirklichkeit des Augenblicks zu erleben"  



Ein gestresster Geist hat auch einen verkrampften Körper. Wenn wir Menschen eine für uns unangenehme Situation durchleben, meldet sich unser Urinstinkt Kampf/Flucht. In Bruchteilen von Sekunden mobilisiert der Körper alle Kräfte zur Verteidigung oder Angriff. Der Blutdruck steigt, die Gefässe und Pupillen verändern sich, das Blut, was vorher noch im Bauchraum zur Verdauung benötigt wurde, wird nun in die Extremitäten gepumpt. Letzteres ist auch der Grund, warum Stresspatienten häufig Magenschmerzen haben. Denn in diesem Alarmzustand werden jegliche Verdauungsvorgänge abgebrochen, da die Energie fürs Kämpfen benötigt wird. Viele behaupten, dass dieser Vorgang nunmehr veraltet ist, und wir längst aus den Steinzeitschuhen entwachsen sind. Und doch ist der Körpervorgang der gleiche, als vor Tausenden von Jahren, als ein Bär uns in unserer Höhle bedrohte. 

Wir haben heute andere Gefahren, mit denen wir klarkommen müssen. Aber unser Instinkt ist der gleiche geblieben. Er ist nützlich. Denn wenn z.B. ein agressiver Ehemann unseren Alltag zur Hölle macht, signalisiert uns der Instinkt, sich abzugrenzen, oder Kontra zu geben. Aber viele verändern nichts und erstarren - sie versuchen eine gefährliche Situation aufrecht zu erhalten, obwohl der Urinstinkt uns aufordert, etwas zu tun. Das ewige Aushalten einer lästigen Situation ist Dauerstress, der zu einer ernsthaften Erkrankung führen kann. 

Wir sollten daher erst einmal Verantwortung übernehmen und unser Lebensschiff dort hinbringen, wo es einen ruhigen und angenehmen Seegang erfährt. Wo das Leben Freude bereitet. Gut es ist nicht alles eitler Sonnenschein , und manchmal müssen wir manche Pat-Situationen annehmen. Aber wir sollten uns bewusst machen, dass wir dieses Leben haben, um es mit Freude und Bewusstheit zu erleben.

 

Zeit- bei mir mentale Entspannung zu erlernen-  Hier die Techniken:

- Imagination- mit Bildern die innere Mitte finden

-Selbst Suggestion - die mentale Kraft nutzen

- Autogenes Training

- Muskelentspannung nach Jacobson - der Klassiker

Edward Jacobson, ein englischer Psychiater und Forscher, fand heraus, dass ein nervöser Mensch gleichzeitig auch einen erhöhten Muskeltonus hat. Oft fällt uns gar nicht auf, wie sehr unser Körper auf psychische Belastungen reagiert. Bei Wut sperrt sich unsere Kiefermuskulatur, bei Angst reagiert der Magen, bei Auseinandersetzungen erhärtet sich unsere Nackenmuskulatur, bei Zweifel dass richtige zu tun, erlahmen unsere Beine.

Jacobson entwickelte daraufhin eine Entspannungs-Methode: Durch das Schrittweise Vorgehen in immer wiederkehrende Abläufen durch kurzes Anspannen einzelner Muskelgruppen, Loslassen und Nachspüren, wird der Körper und Geist tief entspannt. Bei dieser Übung steht das Nachspüren sehr stark im Vordergrund. Denn ein Erlernen dieser Entspannungstechnik wird nur möglich, wenn der Übende seine Anspannung erspüren und auch letztendlich loslassen kann.